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Der Test: Eis selbst gemacht, mit und ohne Eismaschine

Eis machen
Selbst gemachtes Eis gehört zu den kulinarischen Highlights im Sommer. Regelmäßig hört man von stolzen Besitzern einer kompressorbetriebenen Eismaschine und ihren verrückten Kreationen, die sie täglich mit geringem Zeitaufwand zaubern. Doch lohnt sich die Anschaffung einer teuren Eismaschine wirklich? Und gibt es geschmackliche Unterschiede zwischen Eis, das mit dem Schneebesen oder Mixer mühsam aber liebevoll alle halbe Stunde durchgerührt wurde und dem Produkt aus der Eismaschine? Als passionierte Eisesserin wollte ich es unbedingt wissen und habe drei verschiedene Systeme getestet.

Die getesteten Geräte


Um von identischen Voraussetzungen auszugehen, habe ich das selbe Rezept für Vanilleeis in den drei verschiedenen Zubereitungsarten getestet. Zur Verfügung standen mir eine Eismaschine mit Kompressor von Unold, ausgeliehen aus dem Elternhaus, und zwar die Nemox Gelato Grand Eismaschine. Meine eigene Eismaschine ist die Krups G VS2 41 Venise, die ohne Kompressor arbeitet. Außerdem habe ich auch noch die gute, alte Methode getestet, das Eis per Hand in einer Metallschüssel zu rühren. Für alle Zubereitungsarten habe ich die vorbereitete Eismasse 12 Stunden im Kühlschrank gekühlt.

Per Hand gerührt


Bei dieser Methode habe ich die Eismasse in eine Metallschüssel gefüllt und erst einmal im Vier-Sterne-Tiefkühlfach zwei Stunden anfrieren lassen. Nach diesem Zeitraum hatte ich einen etwa 1,5 cm dicken, gefrorenen Rand, in der Mitte war die Masse noch nicht fest. Nun hieß es, alle 20 Minuten bis halbe Stunde den Mixer in die Schüssel halten und alles gut durchmischen. Das zerstört die Eiskristalle und macht das Eis cremig. Nach etwa 4 – 5 Stunden hatte mein Eis die gewünschte Konsistenz, es war etwas härter als Softeis. Geschmacklich war es einwandfrei, und nach dem häufigen Rühren waren auch die lästigen Eiskristalle so gut wie verschwunden.

Pro: Nun ja. Immerhin hatte ich selbst gerührtes Eis mit einem absolut überzeugenden Geschmack.

Kontra: Die Konsistenz war gut, ganz minimal kristallin. Der Zeitaufwand war allerdings immens, denn inklusive Vorbereitungszeit (ohne Vorkühlen der Masse) braucht man knapp sechs Stunden, in denen man alle halbe Stunde den Mixer zückt.

Fazit: Wer selten Eis selber zubereitet, für den reichen Mixer und Metallschüssel und eine gute Portion Geduld bei der Zubereitung aus.

Mit der Eismaschine ohne Kompressor


Eine Eismaschine ohne Kompressor ist schon ziemlich günstig zu haben. In der Saison findet man gute Angebote bei Discountern und in Supermärkten, im Internet sind die Maschinen ebenfalls zu moderaten Preisen ab 25 Euro zu haben. Diese Geräte muss man im Tiefkühlfach mindestens 12 Stunden vorkühlen, besser sind immer 24 Stunden. Der doppelwandige Behälter hat im Inneren eine Kühlflüssigkeit, die die vorbereitete Eismasse während des Rührens kühlt. Der Rührarm wird durch einen Motor betrieben.

Die getestete Krups G VS2 41 Venise liegt mit 60 Euro bereits im höheren Bereich. Dafür ist sie optisch ansprechend. Der Behälter hat ein Fassungsvermögen von 1,6 l, was für ein Gerät ohne Kompressor bereits ziemlich anständig ist. Die LCD Überwachungsanzeige ist meiner Ansicht nach Schnickschnack, genau so wie das automatische Abschalten, wenn das Eis fertig ist. Da jeder sein Eis in einer anderen Konsistenz von sehr soft bis relativ hart mag, überlasse ich die Entscheidung, wann mein Eis fertig ist, sicher nicht der Maschine. Außerdem muss man trotz einer Leistung von 6 Watt ein wachsames Auge bzw. Ohr auf die Maschine haben, denn manchmal muss man dem Rührarm in der Endphase des Gefrierens manuell nachhelfen. Das kann man hören, denn das Geräusch des Motors verändert sich und wird etwas „gequält“. Allerdings hat die Maschine noch nie komplett aufgegeben, wenn das Eis zu fest wurde, sie wird nur deutlich langsamer. Die vorbereitete Eismasse füllt man in das laufende Gerät ein über eine recht große Öffnung, diese Handhabung ist bequem und funktioniert mit einem Messbecher ohne Kleckern. Zusätzlich zum Gerät bekommt man einen Eisschaber und einen Deckel für den Eisbehälter mitgeliefert, man kann also auch einen Rest Eis im Gerät lassen und einfrieren. Hier allerdings macht sich der erste Negativpunkt deutlich bemerkbar. Der Behälter muss ja im Tiefkühlschrank vorgekühlt werden. Mit seinen Maßen von 21,5 x 21,5 x 28 cm ist der Behälter recht groß und beansprucht viel Platz im Tiefkühlfach. Den Rest Eis also darin für das nächste Mal aufzubewahren ist eher unsinnig. Die Konsistenz ließ nichts zu übrig, das Eis war cremig und völlig frei von Kristallen. Für eine Eiscreme in meiner zugegeben ziemlich soften bevorzugten Zustand braucht das Gerät etwa 35 Minuten; wer seine Eiscreme fester mag, muss im Tiefkühler nachfrieren.

Pro: Der Preis einer Eismaschine ohne Kompressor ist erschwinglich; das Eis wird cremig und bleibt frei von lästigen Kristallen. Außerdem ist die Handhabung simpel, das Gerät lässt sich einfach auseinander- bzw. zusammensetzen. Die Reinigung ist simpel, Deckel, Rührarm und Schaber sind spülmaschinenfest. Auch die Lautstärke finde ich für einen kleinen Elektromotor völlig angemessen. Der Behälter ist groß genug, um eine vierköpfige Familie mit sehr gutem Appetit mit Eis zu versorgen.

Kontra: Die lange Vorbereitungszeit von 24 Stunden ist nichts für Leute, die spontan mal eben Eis machen wollen. Außerdem muss man dem Rührarm manchmal per Hand nachhelfen, wenn die Masse fester wird. Auch der große Behälter entpuppt sich als Nachteil, wenn man wenig Platz im Tiefkühlschrank hat – allerdings ist dieser Nachteil bei allen kompressorlosen Maschinen vorhanden und unvermeidbar.

Fazit: Die günstigen Maschinen sind etwas für Leute, die unregelmäßig die Lust auf selbst gemachtes Eis befällt und die sich nicht über die lange Vorbereitungszeit ärgern.

Die Luxusvariante


Kompressorbetriebene Eismaschinen gibt es ab einem Preis von etwa 150 Euro – nach oben sind der Fantasie und dem Luxus keine Grenzen gesetzt. Diese Maschinen kühlen elektrisch und können spontan benutzt werden ohne lange Vorbereitungszeit. Die von mir getestete Nemox Gelato Grand Eismaschine liegt mit einem Preis von knapp 190 Euro noch im unteren Bereich.

Die Zubereitung ist ein Traum an Einfachheit. Im Prinzip gibt man die vorgekühlte Masse in den Behälter, schaltet die Maschine an und wartet eine halbe Stunde bis 40 Minuten – je nach Zutat kann sich die Wartezeit auch verkürzen auf 25 Minuten. Danach lassen Konsistenz und Geschmack keine Wünsche offen. Das Eis ist schlicht und einfach perfekt. Die Maschine ist einfach zusammenzubauen, auch wenn man sich ein wenig an das Aufsetzen des Deckels gewöhnen muss, der perfekt eingehakt werden muss. Auch die Reinigung ist völlig unkompliziert.

Die Leistung der Maschine sind solide 140 Watt, mit einem Gewicht von 10 kg und den Maßen von 34,5 x 24,5 x 30 cm ist sie kein Leichtgewicht. Trotzdem liegt sie mit diesem Gewicht noch im unteren Bereich der Maschinen mit Kompressor. Der Innenbehälter kann einfach entfernt werden und hat ein Fassungsvermögen von 1,5 l. Die Maschine ist seit knapp zwei Monaten fast täglich im Einsatz und funktioniert einwandfrei.

Pro: Einfach, komfortabel, ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. In 30 Minuten bekommt man perfekte Eiscreme und kann auch bei plötzlich auftauchendem Besuch mal eben die Eismaschine anwerfen.

Kontra: Der Preis ist zwar absolut angemessen, trotzdem gibt man nicht mal eben 190 Euro für ein Küchengerät aus. Einzig der Rührarm wirkt auf den ersten Blick nicht sehr stabil.

Fazit: Das perfekte Gerät für alle, die mindestens zwei mal in der Woche ihr eigenes Eis zubereiten wollen. Schöner als mit dieser Maschine kann man kein Eis machen.



Autor: Gunda Plewe

P.S.
Hier finden Sie leckere und einfache Rezepte für das selbstgemachte Eis:






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