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Wer bekocht die deutsche Nationalelf in Brasilien?

Holger Stromberg


Mit dem deutschen Team reisen nicht nur die Trainer und die Spieler an, sondern ein ganzer Tross an Fachkräften. Das Team hinter dem Team, wie es auf der Seite der Nationalmannschaft heißt, besteht aus Ärzten, Physiotherapeuten, Fitnesstrainern, sogar ein Psychologe ist dabei. Medienfachleute, ein Fahrdienstleiter, TV-Experten, Sicherheitsdienst-Fachleute … die Liste ist lang. Und es gibt einen Koch, der sich um das leibliche Wohl der Mannschaft kümmert: Holger Stromberg.

Wer ist der Mann, der die deutsche Nationalelf bekocht?


Er macht einen engagierten und umtriebigen Eindruck, dieser noch relativ junge Küchenchef. Geboren wurde er 1973 im Münsterland und wuchs im Ruhrgebiet auf. Hineingeboren in eine Gastronomenfamilie, scheint seine Karriere vorgezeichnet zu sein. Wer bereits als Kind im Restaurant der Eltern vorzügliches Essen genießen darf, der wird eben auch später keine Pommesbude eröffnen. Oder doch?

Seine Lehrzeit absolviert er in Sternerestaurants. Das Straßburger Le Crocodile und das Oberbergener Restaurant Der schwarze Adler sind die ersten Stationen auf dem Weg zum ausgezeichneten Koch. Mit 23 Jahren arbeitet er in Castrop-Rauxel und verschafft dem Restaurant Goldschmieding einen Michelin Stern. Zwar erfolgt die Vergabe der Sterne an das Restaurant und hat auch keinen offiziellen Charakter, trotzdem kann Holger Stromberg stolz auf seine Leistung sein. Als 23jähriger Küchenchef seinem Restaurant einen Stern zu erkochen spricht für Kreativität und handwerkliches Können – beste Voraussetzung also, um auch die Fußballspieler mit richtig gutem Essen zu versorgen.

In den Folgejahren entpuppt er sich als Tausendsassa und disziplinierter Arbeiter. Er wird 1997 Mitbegründer und Präsident einer Kochvereinigung, die sich Die jungen Wilden nennt und dem Beruf des Kochs ein ansprechenderes Image verleihen möchte (Mission gelungen). Er übernimmt mit einem Partner das Restaurant seiner Eltern, schreibt in zahlreichen Kolumnen über das Kochen und tritt als Fernsehkoch in Erscheinung. In Lanz kocht im ZDF, Punkt 12 bei RTL, im Fernsehgarten und in einigen anderen Formaten kann man seine Kochkunst bewundern. Er gründet 2002 seine eigene Firma, die Veranstaltungen wie Kochshows und Catering anbietet. Und seit 2007 ist er Teil des DFB – Teams und kocht für die Jungs. Ach ja, und eine Currywurst-Buden-Kette hat er auch gegründet und fungiert als Lizenzgeber für die „Wurst ohne Reue“ – wer aus dem Pott stammt, der kommt eben nicht ganz ohne die Currywurst aus.

Sportlich kochen, Kochen als Sport


Wer das Team des DFB bekocht, der muss nicht nur gesund und lecker kochen, sondern muss ein Organisationstalent sondergleichen sein. Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse wollen frisch eingekauft werden, was nicht immer ganz einfach sein dürfte. Bereits ein halbes Jahr vor dem WM-Start heißt es für Holger Stromberg also, auf Reisen zu gehen, Kontakte zu knüpfen und die besten Bezugsquellen ausfindig zu machen. Auch die Küche muss perfekt eingerichtet sein, ein vernünftiges Arbeitsumfeld ist die beste Voraussetzung für ein gelungenes Essen.

Was steht auf dem Speiseplan der Fußballspieler?


In einem Interview verriet der Koch einmal, dass er sogar unterschiedliche Speisepläne für Feldspieler und Torwart hat, das Essen also ganz auf die Bedürfnisse und Einsatzgebiete der Spieler abgestimmt wird. Und während jeder im Team seine persönlichen kulinarischen Vorlieben hat, muss Stromberg sich darum kümmern, dass die Spieler gesund essen, bei Frustrationen nicht zu viel Süßes in sich hineinschaufeln und dass jeder satt wird. Er arbeitet nach eigener Aussage viel mit Kräutern und setzt auf Zutaten, die den Stoffwechsel anregen. Pasta und gemischter Salat kommen bei allen gut an, aber auch Milchreis steht auf dem Speiseplan. Vollkornprodukte und viel, viel Gemüse dürfen die Nationalspieler essen. Und wenn Koch wie Stromberg am Herd steht, dann kann man davon ausgehen, dass auch der berühmt-berüchtigte gemischte Salat auch am vierten Tag noch schmeckt. Die Herausforderung, vom Frühstück bis zum Abendbrot für ein ganzes Team aus glücklichen (oder frustrierten) Fußballspielern kochen zu müssen, ist sicher gewaltig. Und wir hoffen, dass seine Kochkunst ihren Teil zur Fitness der Spieler beiträgt und sie zu Höchstleistungen anspornt. Und nach dem letzten Spiel, vielleicht ja auch nach dem Titel, dürfen sie auch wieder Pommes und Currywurst essen. Ohne Reue.



Autor: Gunda Plewe
Photo: Erwin Lanzensberger, holgerstromberg.de

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